|
Heimniederlage auf ungewohntem Terrain
Die Basketballer der WSG 81 Königs Wusterhausen haben am Sonnabend beim Kampf um die Spitzenposition in der 2.Regionalliga einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen den bisherigen Tabellenletzten DBV Charlottenburg II unterlagen die Red Dragons in ihrer Ausweichhalle, dem Oberstufenzentrum, überraschend mit 61:68 (22:34). Zwar bleiben die Brandenburger weiterhin auf dem zweiten Rang, allerdings hat man gegenüber dem diesmal spielfreien Tabellenführer SSC Südwest Berlin nun bereits zwei Niederlagen mehr auf dem Konto. Damit ist das Team von Coach Adrian Pawlisyzn fortan auf mindestens einen Patzer der Hauptstädter angewiesen, wenn man den ersten Platz noch einmal zurück erobern will, den man bis zur Weihnachtspause noch innehatte.
Die Vorzeichen für das Duell gegen Charlottenburg standen alles andere als optimal, denn da die Paul-Dinter-Halle als sonstige Trainings- und Punktstätte diesmal leider nicht zur Verfügung stand, musste man auf die ungewohnte OSZ-Halle ausweichen. „Wir konnten im Vorfeld lediglich am Freitag und das auch nur auf zwei Dritteln der OSZ-Halle trainieren. Im Prinzip haben wir unser Heimspiel damit zu einem Auswärtsspiel gemacht.“, beklagte Trainer Adrian Pawliszyn. Doch was der virusgeschwächte Pawliszyn im ersten Viertel von seiner Mannschaft als Wurfleistung gegen die weit absinkende Charlottenburger Zonenverteidigung mit ansehen musste, hätte spätestens dann Schüttelfrostanfälle verursacht. „Wir hatten gefühlte zwanzig Würfe mehr als der Gegner, aber der Ball wollte einfach nicht rein.“, beklagt der Coach und so endete ein extrem niveauarmes und zu keiner Zeit an Regionalligabasketball erinnerndes erstes Viertel mit 7:7. Die bis dato nur einmal in zehn Spielen siegreichen Berliner schöpften daraus allerdings Mut, denn während die Red Dragons weiterhin viele Lichter ausschossen, kam der DBV immer besser ins Spiel und zog zur Halbzeit bis bereits auf 34:22 davon. Doch damit war das negative Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, denn angeführt von einem phasenweise überragend aufspielendem Christian Schnürmacher (am Ende mit 19 Punkten Topscorer der Partie) setzten sich die Hauptstädter im dritten Viertel zeitweise auf bis zu 20 Punkte Differenz ab. Es spricht für die Red Dragons, dass sie Moral zeigten und sich noch einmal herankämpften. Zwar gewöhnte man sich in der zweiten Halbzeit allmählich an die OSZ-Halle und die Wurfquote stieg an, allerdings reichte es nicht mehr, um das Spiel noch zu drehen. Unter dem Korb fehlte Leon Rothenbacher (Schienbeinblessur) und die anderen Big Men der Königs Wusterhausener kamen gegen die erfahrenen sowie physisch starken Charlottenburger Brettspielern Roman von Glowacki und Kai Zimmermann nicht wie gewohnt zur Geltung. „Ich kann den Jungs noch nicht mal groß einen Vorwurf machen. Die Einstellung hat gestimmt, wir hatten deutlich mehr Ballbesitz und freie Würfe als der Gegner, aber wir haben gegen die Zone katastrophal getroffen. Das Problem mit den Spielen in engen Hallen zieht sich aber schon über die gesamten Saison. Das war jetzt der negative Höhepunkt.“, erklärt Pawliszyn. „Natürlich war das ein Rückschlag, aber dürfen uns jetzt nicht hängen lassen sondern müssen im Training umso härter arbeiten, damit wir schnellstmöglich die Form des Vorjahres wiedererlangen.“, ergänzt der Coach. Mit Sebastian Schmohl (18), Alexander Stolpe (13) und Steve Krajewski (10) kamen am Ende auch nur drei WSG-Korbjäger in den zweistelligen Punktebereich.
Red Dragons: Schmohl 18, Stolpe 13, Krajewski 10, Doskozcynski 8, Schenk 5, Pötzsch 3, Bloch 2, Kufuor 2, Lopes Dias, Wernitzsch
|